Wer um Gottes willen ist Jens Witte? – Der verrückteste Abend des Pool Sommercups!

16. August 2026 Aus Von Engel Norbert

Es gibt Favoriten.

Es gibt Außenseiter.

Es gibt Sensationen.

Und dann gibt es offenbar noch eine vierte Kategorie:

Jens Witte. 😂

Der Pool Sommercup 2026 hat schon einige unglaubliche Geschichten geschrieben. Aber was an diesem Abend im Patricks passierte, dürfte selbst für diese Turnierserie außergewöhnlich gewesen sein.

Dabei begann alles völlig harmlos.

Jens Witte kam zum Turnier und hatte eigentlich nur einen Wunsch.

Zum Turnierleiter Florian Fessler meinte er:

„Flo, lass mich bitte gleich spielen, dann komme ich früher heim.“

Ein verständlicher Plan.

Nur hatte dieser Plan einen kleinen Fehler:

Jens gewann einfach immer weiter.

Perfekter Start: Erst einmal 0:… verlieren

Das erste Match hätte eigentlich hervorragend zu seinem Vorhaben gepasst.

Niederlage. Zu null.

Damit sofort ab in die Loser-Runde.

Noch eine Niederlage und Jens wäre tatsächlich früh zu Hause gewesen.

Aber dann geschah etwas Seltsames.

2. Spiel: Sieg.

Na gut.

3. Spiel: Sieg.

Moment mal.

Jens wechselte wieder auf die Gewinnerseite – und plötzlich nahm die Geschichte Fahrt auf.

Kevin überlebt er knapp – und dann wartet Simon Fend

Im vierten Match ging es gegen Kevin Petritsch.

Ganz enge Partie.

Jens gewinnt.

Und nun wartete einer, bei dem normalerweise für viele Sommercup-Spieler Endstation ist:

Simon Fend.

Mehrfacher Sommercup-Sieger. Einer der konstantesten Spieler der Serie. Favorit.

Eigentlich müsste jetzt wirklich Schluss sein.

Eigentlich.

Simon war an diesem Abend allerdings nicht gerade vom Glück verfolgt.

Jens nahm es zur Kenntnis.

Seine Analyse:

„Kann ich nix dafür.“ 😂

Und dann gewinnt Jens Witte tatsächlich gegen Simon Fend.

Spätestens jetzt ging die Frage durchs Patricks:

„Wer ist eigentlich Jens Witte?“

Die Recherche gestaltete sich schwierig.

Auf Wikipedia war er jedenfalls nicht zu finden. 😂

Kein Wunder.

Denn Jens hatte es beim Sommercup bisher noch nie über Platz 9 hinaus geschafft.

Und plötzlich?

FINALE!

Trainingstipps? Zwecklos.

Natürlich versucht man einem Mann, der gerade das Turnier seines Lebens spielt, zwischendurch noch etwas mitzugeben.

Suphi Yalman erklärte Jens, wie er einen bestimmten Ball vielleicht hätte spielen können.

Jens hörte aufmerksam zu.

Und antwortete sinngemäß:

„Bringt nix. Morgen habe ich das wieder vergessen. Ich bin ein Spontanspieler.“

😂😂😂

Damit war vermutlich auch das Geheimnis seines Erfolges geklärt.

Keine komplizierten Systeme.

Keine nächtliche Videoanalyse.

Kein stundenlanges Nachdenken.

Hingehen. Anschauen. Spielen.

Morgen ist sowieso alles wieder weg.

Hallo? Da wäre noch Dominik Leiter!

Bei all dem Trubel um Jens ging beinahe unter, dass an diesem Abend noch jemand ein außergewöhnliches Turnier spielte.

Dominik Leiter.

Und Dominik hatte offenbar überhaupt keine Lust darauf, im Finale nur eine Nebenrolle in der großen Jens-Witte-Show zu übernehmen.

Er ging an den Tisch.

Konzentrierte sich.

Und ließ Jens praktisch nichts mehr liegen.

4:0.

Klare Sache.

Dominik Leiter gewinnt seinen ersten Pool Sommercup!

Und plötzlich hatte dieser verrückte Abend gleich zwei Gewinner.

Jens konnte über einen Finaleinzug lachen, mit dem wohl niemand gerechnet hatte – vermutlich er selbst am allerwenigsten.

Und Dominik durfte gemeinsam mit seiner Freundin seinen ersten Sommercup-Turniersieg feiern.

Was für ein Abend.

Endstand:

  1. Dominik Leiter
  2. Jens Witte
  3. Simon Fend
  4. Alexander Denz

Und der Kampf ums Masters?

Neben all dem Gelächter wird die Gesamtwertung inzwischen richtig ernst.
jens katapultierte sich mit diesem Sieg prompt auf den 14. Platz und scheint nun beim Masters dabei zu sein.

Die Plätze für das Masters werden weniger, die Möglichkeiten Punkte zu sammeln ebenfalls.

Und dieser Abend hat eindrucksvoll gezeigt, warum noch niemand rechnen sollte, als wäre bereits alles entschieden.

Denn wenn ein Spieler, der bisher nie über Rang 9 eines Einzelturniers hinausgekommen ist, plötzlich ins Finale marschiert, können sich Ranglisten sehr schnell verändern.

Oder anders gesagt:

Solange Jens Witte noch nicht auf Wikipedia steht, ist beim Sommercup offenbar alles möglich. 😂

Und vielleicht hat Florian Fessler den Abend am treffendsten zusammengefasst.

Der Obmann hat schließlich schon einiges erlebt.

Sein Fazit:

„Also, ich habe schon viel gesehen – aber so ein Sommercup … einfach der Hit.“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Außer vielleicht:

Jens, beim nächsten Turnier besser keinen Termin für später am Abend ausmachen. 😉